17.02.2017

Storys

Den Würzburger Kickers fehlen Pfeffer und Salz

Von unserer RedaktionAm Don­ners­ta­gnach­mit­tag fühl­te sich Bernd Hol­ler­bach zu­nächst ein­mal ge­nö­t­igt, ei­nen Be­griff zu de­fi­nie­ren, der ei­gent­lich kei­ner De­fini­ti­on be­darf. Ein Be­griff, der je­dem ge­läu­fig ist: Nor­ma­li­tät.

»Wir sind ein bisschen verwöhnt«, sagte der Trainer der Würzburger Kickers also, »eigentlich war klar, dass irgendwann eine schwierige Phase kommen wird. Das ist ganz normal. Alles, was vorher war, die zweieinhalb Jahre, das war nicht normal.« Bleibt bloß die Frage: Was ist passiert, dass nun Normalität eingekehrt ist bei den Würzburger Überfliegern nach zwei Aufstiegen und einer famosen Hinserie in der 2. Fußball-Bundesliga?
»Nicht so aggressiv«
Mit den Vorträgen gegen Braunschweig (1:1) und in Kaiserslautern (0:1) könne man durchaus leben, sagte Mittelfeldspieler Rico Benatelli am Donnerstag. Aber: »Gegen Heidenheim war das erste Spiel in diesem Jahr, mit dem wir nicht zufrieden sein können. Wir waren nicht so bissig, nicht so aggressiv.«
Den Kickers ging das ab, was sie auszeichnet, das, was längst zu ihrer Identität gehört. Aber ist der misslungene Start tatsächlich nur das Produkt fehlender Zutaten wie Bissigkeit, Aggressivität und Achtsamkeit bei Standards? Oder ist das Rezept des FWK überholt?
Fakt ist: Jahresübergreifend hat Hollerbachs Mannschaft nur eines der vergangenen acht Spiele gewonnen (allerdings auch nur zwei verloren). Seit der Winterpause geht den Kickers gehörig Offensivpower ab. Nur ein Treffer gelang ihnen in den drei Partien, nur sieben in den vergangenen acht Spielen. Auch Benatelli weiß: «Wir waren zuletzt zu wenig in Räumen, in denen es gefährlich werden könnte.«
Hollerbach nicht beunruhigt
All das beunruhigt Hollerbach nicht allzu sehr. Die Hinserie mit 27 Punkten hat ihn gelassener gemacht. Er weiß: »Auch bei einer Durststrecke haben wir gute Chancen, die Klasse zu halten.«
Dennoch gewinnt man als Beobachter zusehends den Eindruck, dass es allmählich neue Mittel braucht. Auf das physische Spiel der Würzburger haben sich die Gegner längst eingestellt. Und wenn den Kickers nicht nur der Pfeffer fehlt wie gegen Heidenheim, sondern auch das Salz (in Form von Toren), wird es eine Herkulesaufgabe, an diesem Samstag in Bochum zu bestehen. Der VfL ist zu Hause noch unbesiegt (4/5/0) - als einzige Mannschaft der 2. Bundesliga. Sebastian Leisgang
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