09.01.2017

Fuballjuniorenmsp

Erstmals über die Ländergrenzen hinweg

Von unserer RedaktionDie Ju­nio­ren-För­der­ge­mein­schaft (JFG) Nord­spess­art wird zum En­de die­ser Sai­son nach elf Jah­ren auf­ge­löst. Die Fuß­ball-Ju­nio­ren des TSV Par­ten­stein und des TuS Fram­m­ers­bach spie­len ab der Run­de 2017/18 in ei­ner Spiel­ge­mein­schaft zu­sam­men mit dem Nach­wuchs des hes­si­schen Nach­barn SG Flörs­bach­tal.

Das hat Stefan Franz bestätigt. Wie der stellvertretende Vorsitzende der JFG am Montag sagte, war dieser Schritt bereits im vergangenen Sommer geplant. Die Verantwortlichen vertagten die Auflösung jedoch auf Sommer dieses Jahres - aus gutem Grund.
Stefan Franz spricht von einem »Wasserkopf«. Nicht in medizinischer Hinsicht, sondern im übertragenen, bürokratischen Sinn. »Wir wandeln die JFG in eine SG um«, erklärt Franz, »so wollen wir den Verwaltungsaufwand reduzieren.« Hintergrund: Die JFG ist ein eigenständiger Verein und muss einen eigenen Vorstand berufen. Dies fiel den Nordspessartern zuletzt schwer. Zwar wird bei der SG künftig ein eigener Jugendleiter tätig sein, »damit die Organisation bleibt«, so Franz, trotzdem gelinge es mit einer SG, »den Wasserkopf zu verkleinern«.
Dünne Personaldecke
Eine Spielgemeinschaft hat für Partenstein und Frammersbach mehrere Vorteile. Nicht nur, dass es weniger ehrenamtlicher Funktionäre bedarf. »Andere Vereine könnten sich uns in einer Altersklasse für eine Saison anschließen. Wir sind flexibler als bei einer JFG«, so Franz. Und: »Die Partensteiner identifizieren sich nicht so sehr mit der JFG. Bei der SG taucht aber wieder Partenstein im Vereinsnamen auf.« Auch die Personaldecke spielt eine Rolle. Zwar verfügt die U 17 nominell über mehr als 20 Spieler, doch gerade in der U 19 macht es sich bezahlt, dass bereits jetzt rund zehn Akteure der SG Flörsbachtal in der JFG spielen. Auch deshalb ist eine SG mit Flörsbachtal der logische Schritt. »Wenn wir Spieler hin- und herschieben, könnten wir es noch tragen, aber die SG ist schon jetzt ein Schritt für die Zukunft«, erklärt Franz.
Die neue SG wird auch künftig in Bayern spielen - auch wenn Flörsbachtal bislang in Hessen an den Start ging. Der dortige Fußballverband hat bereits zugesagt, das zu erlauben. Es wird in Unterfranken die erste SG sein, die Ländergrenzen überschreitet.
Um ein Jahr verschoben
Eigentlich wollten die Verantwortlichen aus Frammersbach und Partenstein die JFG bereits vor der laufenden Spielzeit auflösen und die Mannschaften in einer SG antreten lassen. In diesem Fall hätten sämtliche Teams in der untersten Liga beginnen müssen. Dieses Schicksal ereilte zum Beispiel die JFG Sinngrund 2014. »Aber das ist zur Saison 2017/18 hinfällig. Ab da bleibt die Spielklasse erhalten«, erklärt Franz.
Der BFV erlaubt es ab 2017, dass bei einer JFG-Auflösung das Spielrecht auf einen der bisherigen Stammvereine übertragen werden kann. Voraussetzung: Die beteiligten Vereine sind sich einig, was im Fall von Nordspessart der Fall ist. Als künftige federführende Vereine einer SG-Mannschaft kommen laut Kreisjuniorenleiter Christian Kurz (Zellingen) aber nur Frammersbach und Partenstein in Frage, nicht Flörsbachtal.
Daher entschied sich der JFG-Vorstand um Stefan Franz und den 1. Vorsitzenden, Jens Göbel, das Ende der JFG um ein Jahr hinauszuzögern. Aktuell spielt die Nordspessart-U 19 in der Gruppe, die U 17 Kreisliga sowie U 15 und U 13 in der Kreisklasse. Anfang Februar ist die nächste JFG-Sitzung. Dort werden weitere Details besprochen. Endgültig beschlossen werden soll die Auflösung voraussichtlich im April.
Sebastian Leisgang
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