10.01.2017

Fussballjuniorenkreisaschaffenburg

Beim Heimspiel ins Rampenlicht

Von unserer RedaktionDass er das er­le­ben darf! Ent­täuscht steht Paul Gogl im Ka­bi­n­en­gang der Fran­ken­stolz-Are­na und ist ehr­lich dank­bar: sei­nem Ve­r­ein und al­len Tur­nier­ver­ant­wort­li­chen, »dass sie uns das er­mög­li­chen.« Ge­ra­de hat Paul mit der U 19 der DJK/TuS Lei­der beim 22. Brass-Cup ge­gen Ti­tel­ver­tei­di­ger Fortu­na Düs­sel­dorf nur knapp ei­ne Sen­sa­ti­on ver­passt. »Un­ser Ziel ist, die Gro­ßen zu är­gern«, er­klärt der 18-Jäh­ri­ge.

»Das habt ihr«, sagt im Vorübergehen ein sichtlich erleichterter Fortuna-Betreuer, »das habt ihr.«
Viel Lob für den Leiderer Paul
Der Düsseldorfer klopft Paul auf die Schulter: »Ganz starkes Spiel, ganz starkes Spiel!« In der Wiederholung steckt Wahrheit. 2:0 hat die Mannschaft von Ausrichter Leider gegen den Vorjahressieger geführt; Paul hat den ersten Treffer erzielt, den zweiten vorbereitet. Den zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand haben die Lokalmatadoren weggesteckt und ausgeglichen. Und 21 Sekunden vor der Schlusssirene das 3:4 kassiert. »So nah dran waren wir noch nie«, sagt Paul.
Zum dritten Mal ist die Leiderer U 19 dieses Jahr beim Brass-Cup angetreten; auf den erhofften ersten Punktgewinn müssen sie weiter warten. Dem 0:3 zum Auftakt gegen den FSV Frankfurt folgt am Sonntag ein 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg, bei dem die Gastgeber einige Kontergelegenheiten ungenutzt lassen. »Nach dem ersten Spiel habe ich gesagt: so nicht, nicht ohne Torchance«, berichtet DJK/TuS-Trainer Bernd Ackermann.
Nachdem seine Jungs dann gegen Düsseldorf an der Sensation geschnuppert haben, ist »die Luft raus. Das Adrenalin war nicht mehr oben«, sagt Ackermann nach dem 0:7 gegen den FC Augsburg, dem der Kantersieg nichts mehr nutzt. Die Schwaben scheiden als Vorletzter aus; den Gruppensieg noch vor Düsseldorf sichert sich der 1. FC Nürnberg.
Trophäen für den Hainer Robin
In dessen Reihen spielt sich mit Robin Heußer ein Akteur ins Rampenlicht, für den der Brass-Cup ein Heimspiel ist. Der 18-Jährige kommt aus dem Laufacher Ortsteil Hain und hat vor seinem Wechsel nach Nürnberg das Trikot von Viktoria Aschaffenburg getragen. Als Aushilfskapitän führt Robin seine Mannschaft nicht nur ins Finale, sondern wird auch als bester Spieler ausgezeichnet. Mit sechs Treffern - gleichauf dem Düsseldorfer Karlo Majic -  sichert er sich zudem die Torjägerkrone. Nur der Turniersieg bleibt Robin verwehrt. Zwar erzielt er im Finale gegen den TSV 1860 München kurz vor Ende der ersten Halbzeit den 1:1-Ausgleich und verwandelt im Neunmeterschießen sicher. Doch nach dem Fehlschuss eines Teamkollegen - es ist der erste im 16. Versuch - jubeln die Löwen.
Titel für den Waldaschaffer Tom
Auch bei Rekordsieger 1860 München, der beim Brass-Cup seinen achten Triumph feiert, mischt ein Talent aus der Region entscheidend mit: der Waldaschaffer Tom Bretorius, wie Robin Heußer ein Ex-Viktorianer. Eigentlich noch U 17-Akteur darf der Verteidiger beim Gastspiel in der Heimat für die A-Junioren auflaufen und nutzt die Gunst die Stunde. Im Halbfinale gegen Düsseldorf schiebt Tom zwei Minuten vor der Sirene zum 2:1-Siegtreffer ein; im Endspiel legt er den Führungstreffer auf.
Der 16-Jährige spielt seine zweite Saison bei den Löwen. »Am Anfang war es schwierig«, sagt Tom, »aber man findet Anschluss. Mittlerweile läuft’s, ich bin sehr zuversichtlich.« Größer als der Sprung von Aschaffenburg nach München sei der von der U 16-Bayernliga in die U 17-Bundesliga gewesen: »Tempo, Technik - man merkt, dass da nur die Besten spielen.«
Ehrung für Viktoria-Keeper Max
Zum besten U 19-Torwart bei der 22. Auflage des Brass-Cups wählt die Jury Max Zelder von Viktoria Aschaffenburg. Er kann allerdings nicht verhindern, dass seine Mannschaft nach vier Vorrundenpartien den letzten Platz in ihrer Gruppe belegt.
Dabei wäre mehr drin gewesen. Gleich dreimal verlieren die Viktoria-Jungs mit 1:2, verspielen gegen 1860 München eine Führung, kassieren gegen Hannover in den Schlusssekunden den entscheidenden Treffer. So bleibt das 1:0 gegen den FSV Mainz 05 der einzige Erfolg vor insgesamt 2800 Zuschauern. Turnierorganisator Michael Ehrlich ist mit dem Zuspruch »angesichts des Wetters sehr zufrieden«.
Mit den meisten Jubel von den Hallenrängen heimsen die Fußballer des 1. FCA Darmstadt und des VfB Offenbach entgegen, die im Freien in der Hessenliga der Behinderten antreten und beim Brass-Cup ein Einlagespiel vor dem Halbfinale bestreiten. Vor allem der Darmstädter Keeper bekommt für mehrere Glanzparaden lautstarken Szenenapplaus und kann sein Glück kaum fassen. Dass er das erleben darf!

dVideo vom U 19-Brass-Cup unter www.main-kick.de
Thorsten Schmitt
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